Von gläsernen Produkten und ihren semantischen Gedächtnissen

Diskussionen zur Sensibilität von Daten drehen sich meist um Informationen zu Personen – man spricht vom “gläsernen Kunden”. Wenig Aufmerksamkeit wurde bisher den Gefahren und Möglichkeiten des gläsernen Produkts geschenkt. Zukünftig führt deine Pizza Tagebuch und speichert ihren Werdegang auf Smart Labels – sagt Gesche Roy voraus:

Im Supermarkt angekommen wird die Pizza kurz zwischen gelagert und dann im Supermarkt in der Wiesenstraße eingeräumt. Am Montag wird sie verkauft und war von der Entnahme aus der Tiefkühltruhe bis zum Wiedereinfreien 47 Minuten ungekühlt.

Woher ich das weiß? Mein Kühlschrank liest gerade das Produktgedächtnis der Pizza 1098765432 aus, während mein Ofen sie automatisch nach den dort hinterlegten Angaben für mich zubereitet.

Das semantische Produktgedächtnis ist der Kern des gläsernen Produkts und damit der Arbeit im Forschungslabor “Innovative Retail Laboratory” des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), von dessen Arbeit Gesche Roy berichtet.

Gesche ist Studentin der Literaturwissenschaften, Komparatistik und Phonetik in Saarbrücken, arbeitet als selbstständige PR- und Eventmanagerin und bloggt unter schuehsch.net.

2 Kommentare

  1. recampaign2

    Da muss ich mal loswerden, das ich das Thema vor gefühlt fünf Jahren mal per Artikel bearbeitet habe – wann geht es denn nun endlich los für MEINE Pizza? Wäre meine Kernfrage dazu…

  2. so ein dreck wie sone pizza mit semantischen produktgedaechtnis wird ueberhaupt nicht benoötigt! und so ein ‘automatischer dummofen’ mit zubereitungshinterlegung auch nicht: toitsches forschungszentrum fuer ‘kuenstliche intelligenz’ aber nochmal! (wer bezahlt eigentlich deren loehne?!) naja wie toll und immer toller auch die zeiten des untergehenden ismus sind: hauptsache tolle ‘technologie’ und n gelaber dazu! immer weiter so! wirklich ‘innovative’ waehre diesen ganzen superstuss zu beenden!